Alaskan Husky

 

 

 

 

The Alaskan sled dog,(Husky), is a conglomeration of bloodlines constantly evolving to meet to the evolving needs of the mushers who breed them. (Season of the Sled Dog, 1989, Mary Sheilds)

(Der Alaskan Schlittenhund (Husky), ist ein Konglomerat von Blutlinien, das sich ständig weiterentwickelt, um die sich verändernden Bedürfnisse der Musher, die sie züchten zu erfüllen)

Um den Alaskan Husky zu verstehen, kann man nicht die Geschichte umgehen!

Den ursprünglichen Hund in Alaska gab es schon seit tausenden von Jahren. Dieser formte die genetische Basis des heutigen modernen Alaskan Husky´s.
Die Geschichte des Alaskan Husky beginnt mit der Vorgeschichte, lange bevor die Europäer und Russen nach Nordamerika kamen und mit den ursprünglichen Dorfhunden derer, die einst diese Region bevölkerte. Diese präkolumbianischen Hunde in Nordamerika, die eine große Vielfalt an Größe, Aussehen und Typ aufwiesen, gab es zahlreich auf diesem Kontinent. Angefangen beim kleinen Innu Canoe Hunting Dog über den Salish Wool Dog, der speziell für seine Wolle gezüchtet wurde, bis hin zum Tal Tan Bärenjagdhund. Weiterhin gab es noch die Indianer- oder auch Dorfhunde (Indian Dogs oder Villagedogs) und Eskimohunde. Die alaskanischen Indian Dogs und die Eskimohunde aus der Küstenregion waren die zwei größten Gruppen von den ursprünglichen Hunden, die die Basis des Alaskan Husky ausmachen.


Indian Dog

Beide stammen von den präkolumbianischen Hunden, welche in einer Welle der Migration präkolumbianischer Völker vor ca. 14.000 Jahren oder noch früher die Behringstraße überquerten. Diese zähen Tiere waren vollständig domestizierte Hunde. Nach jüngster DNA Forschung stammen sie in erster Linie von den Zentral- oder Ostasiatischen Wölfen ab. Genetische Studien zeigen, dass bestimmte einheimische Hunde für extreme Zeiträume isoliert waren und sich mit der lokalen Wolfspopulation vermischt haben könnten. Die Hunde waren in unterschiedlichem Maße für viele Stammesgruppen in ganz Nordamerika entscheidend und wurden für viele wichtige Aufgaben, wie das Schleppen von schweren Lasten, als Helfer bei der Jagd und Nachsuche, sie waren Begleiter und Babysitter sowie Frühwarnsysteme für Bären, Feinde oder andere Gefahren.

Mit der fortschreitenden Entwicklung der Schlittenhundetechnologie begannen die Stammesvölker mit den Hunden Fallen zu stellen, zu jagen, fischen und Rennen mit Hunden zu fahren. Sie begannen Hunde auf Schnelligkeit zu züchten um neben ihrer Arbeit auch Dorfrennen zu fahren. Die Dorf oder Eskimo Hunde waren robust, hatten starke Knochen und konnten auch mit wenig Nahrung und nur sehr wenig Wasser überleben. Manchmal wurden sie nur im Winter geführt und im Sommer freigelassen um für sich selbst zu sorgen. Sie waren  in der Lage hervorragende Leistungen zu erbringen. Sie konnten z.B. große Teile des Wales über das Meereis schleppen.
Die ersten Schlittenhunderennen in Nome wurden mit Mischlingen (mixed breeds) ausgetragen. Auch heute noch bestehen die besten Teams aus Mischlingen. Allerdings in einer anderen genetischen Zusammensetzung. Die wichtigste Aufgabe der ersten Schlittenhunde die auf Rennen gingen, war allerdings immer noch ihre Arbeit als Arbeitshund. Alaskas Eskimos und Indianer hatten ihre natürlichen Typen von Schlittenhunden bis die Goldgräber in den letzten Jahren des 18. Jhdts ankamen. Es gab nicht genügend Schlittenhunde um die tausende von Männer und Frauen auf ihren Reisen rund um das Gebiet von Alaska zu versorgen. Das Ergebnis: große starke Hunde wurden aus den unteren 48 Staaten gebracht. Gemischt mit den nordischen Hunden entstanden die Schlittenhundemischlinge, wie z.B. die von Scotty Allen. Dies waren die Hunde, die die ersten All-Alaska Sweepstakes Rennen gewannen. Aber auch diese wurden schnell ersetzt von den sibirischen Husky´s auf den Rennstrecken. Als die Schlittenhunderennen mehr Popularität bekamen und auch Gewinne einbrachten, kreuzten die Schlittenhundefahrer ihre Arbeitshunde mit den schnellsten Dorfhunden (Village Dogs) welche sie finden konnten. Diese zähen Hybriden besaßen eine hartnäckige Schnelligkeit. Als in diese Hunde dann noch der große Alaskan Malamut oder auch der Mackenzie River Husky eingekreuzt wurde, entstand ein Schlittenhund für Rennen der von den meisten Wettbewerbern angenommen wurde. Alaskan Husky´s und andere indianisch-alaskanische Mixe die Village Dogs genannt wurden, waren die regelmäßigen caninen Gewinner der Schlittenhunderennen.


             

Um den Alaskan Husky für Rennen zu optimieren wurde viel mit der Einkreuzung von Pointer, Irish Setter und anderen Jagdhunden experimentiert.
Zu der Mischung aus dem sich entwickelten Village Dog mit dem Einfluss aus Sibirien und den Jagdhunden hat sich auch in einigen Linien noch der Windhund gesellt.

Wegen ihres unterschiedlichen Aussehen´s scheinen Alaskan Huskys auf den ersten Blick nicht viele Gemeinsamkeiten in ihrer Genetik zu haben. Nach einer Studie von Heather Huson, erschienen 2010, über die Genetik von Alaskan Husky´s, bei der erwartet wurde, dass deren genetisches Muster den sibirischen Husky´s oder Malamuten zugeordnet werden könne, bildet jedoch der Alaskan Husky seine eigene kleine genetische Gruppe. Ist also im Wesentlichen eine eigene Rasse deren Selektion auf Leistung, Gesundheit und Charakter und nicht auf äußerliche Merkmale beruht. Eine Vielzahl von Verhaltensweisen und Eigenschaften wie z.B. das „Desire to Go“ – Der Wille zu laufen – ist also genetisch determiniert.

Weitere Eigenschaften sind Verträglichkeit, Kopfstärke, Zähigkeit, Ausdauer und Leistungsbereitschaft.